Donnerstag, 7. Juni 2012

Bogota, ich bleibe.


Lieber Klaus-Peter,


Es ist 11Uhr. Ich habe Kopfschmerzen. Ich packe meine Sachen (Heute Nacht will ich mit dem Bus nach Medellin, Stadt im Norden Kolumbiens, fahren) und schreibe mich aus dem Hostel aus. Nun muss ich bezahlen. Ich habe kein Geld und laufe zu einem Automaten. Er funktioniert nicht. Es ist 12.15Uhr. Ich habe Hunger und Durst. Mir geht es nicht gut. Es ist warm, ich schwitze und ich habe immernoch kein Geld. Ich laufe in Richtung Hauptstraße, sehe einen Ananas-Dönerspieß, mache ein Foto, finde einen Geldautomaten und bin nun wieder im Hostel. Ich mittagsstücke meine letzten 3 Eier, Avocado, Zwiebeln und Käse. Es ist 14.30Uhr. Ich treffe mich mit Petra. Wir wollen auf den Berg, der direkt neben Bogota ist. (Von da aus soll man eine schöne Sicht haben.) Wir erreichen den Fuß. Wir kaufen ein Ticket um mit der Bergbahn hinauf zu fahren. Wir kommen oben an, nehmen einen anderen Weg als die anderen Menschen, gehen in eine Kirche und haben nun eine wunderbare Sicht über Bogota. Bogota ist riesengroß. Ich halte inne und genieße die Sicht. Unten ist alles voller Armut und Gewalt, aber hier oben ist alles gut, scherzt Petra. Ich überlege. Nebel zieht auf und frisst sich durch die Stadt. Es ist 16Uhr. Wir fahren hinunter und sitzen nun in der Nähe des Universitätsgeländes und trinken Kaffee. Es ist 18Uhr. Wir verabschieden uns. Ich gehe zurück zum Hostel. Ich ruhe und schaue eine Dokumentation über eine berühmte kolumbianische willenlösende Droge. Es ist 20Uhr. Ich treffe die beiden Schweizerinnen wieder. Sie sitzen mit einem Kolumbianer im Hof. (Der Kolumbianer ist lustig) Ich vergesse, dass ich eigentlich weiter nach Medellin wollte (Bogota ist einfach zu spannend) Wir gehen Pizzaessen. (Eine Empfehlung vom Kolumbianer). Es ist lecker. Die Stimmung ist gut. Der Besitzer ist ein Italiener. Er ist verrückt. Es ist 23.15Uhr. Wir kehren zurück zum Hostel und sitzen nun im Hof. Wir sollen leise sein, wird uns soeben gesagt. Langweile Franzosen, denke ich und gehe gleich schlafen.


Mittwoch, 6. Juni 2012

Reichsein in Kolumbien.


Lieber Klaus-Peter,

ich wache auf. Es ist Mittwoch 10Uhr. Ich habe gut geschlafen. (Die Bettdecken hier sind groß) Ich stehe auf und gehe duschen. Nun bin ich in der Küche und mache mein Mittagsstück (Mischung aus Frühstück und Mittagessen). Ich esse Rührei, Früchte, Brot und Kaffee. Es ist 12Uhr. Ich verlasse das Hostel. (Ich möchte mich mit Petra, einer Bekannten aus Deutschland treffen, die hier in Bogota seit 1 Woche ein Praktikum macht). Ich laufe ein wenig und erreiche die Bushaltestelle, die ich mir rausgesucht hatte. Ich frage wie ich zur Calle 100 kommen kann (Calle=Straße. Es gibt keine Straßennamen, sondern nur „Calle“ mit der entsprechenden Nummer). Ich finde den richtigen Bus und fahre gen Norden der Stadt. (Bogota ist riesen groß). 40min später: Ich erreiche Calle 100. Hier sind viele Menschen. Ich laufe los. Es ist 13Uhr. Ich erreiche den Treffpunkt. Ich freue mich Petra zu sehen. Petra kennt sich noch nicht so gut aus. Wir laufen los, weil Petra Hunger hat. Hier im Norden der Stadt erinnert nichts an das abenteuerliche Kolumbien. Hier sind die ganzen Geschäftsleute, erzählt mir Petra. Wir gehen was essen und Petra bestellt hier in einem sehr modernen Einkaufszentrum ein total überteuertes Menü. Es ist 14.15Uhr. Wir gehen wieder nach draußen und laufen weiter. Die Sonne scheint. Wir laufen durch das Reichenviertel. Ich mache viele Fotos, denn so etwas habe ich auf meiner bisherigen Reise noch nicht gesehen. Die Häuser sind riesen groß, Gärten sind nicht eingezäunt, es gibt Kuh-Skulpturen und Familien haben eigene Sicherheitsleute im Garten sitzen. Wir kaufen Bier (6 Dosen) und setzen uns in einen kleinen Park an einem kleinen Kanal in einer der reichen Nachbarschaften. Wir reden viel. Es ist 17Uhr. Soeben kommen 6 Sicherheitsleute an. Ich verstehe sie nicht. Ich frage nach, ob wir gehen müssen. Ein Mann bejaht. Na gut, denke ich, ich habe eh Kopfschmerzen. (Die Sonne war ziemlich stark). Wir laufen zu einer etwas größeren Straße. 
Es ist 17.30Uhr. Ich nehme einen kleinen Bus Richtung Innenstadt. Vor mir sitzt ein altes kolumbianisches Ehepaar. Sie albern herum. So möchte ich später auch mal sein, denke ich. Es ist 19Uhr. Ich erreiche das Hostel. Ich bin müde und esse den Rest meiner Nudeln. Ich treffe die 2 Schweizerinnen und wir kaufen Bier. Wir trinken und spielen Spiele. Es ist 23Uhr. Wir nehmen ein Taxi zu einer Diskothek. Wir gehen hinein. Ich habe eigentlich keine Lust. Die Musik ist gut. Soeben kommt ein alter Mann (ca. 75Jahre) mit langem Bart hinein. Er geht richtig steil und wirbelt herum. Ich bin mir sicher, dass er eine Menge Kokain konsumiert hat. Der Mann hat meinen Abend gemacht. Es ist 2.30Uhr. Wir fahren mit dem Taxi zurück zum Hostel und ich schlafe direkt ein.

Dienstag, 5. Juni 2012

Kolumbien mit Startschwierigkeiten.


Lieber Klaus-Peter,

Es ist Dienstag der 5. Juni 0:01Uhr. Ich sitze hier am Flughafen und kann nicht nach Bogota (Hauptstadt Kolumbiens) einchecken (Die netten Frauen von der Fluggesellschaft haben mir vorhin gesagt, ich brauche ein Ausflugticket aus Kolumbien, um zu zeigen, dass ich nicht für immer da bleiben will. Ich verstand die Situation nicht, sprach Visa-Nutzen an und bekam keine Antwort.) Nun muss ich ein weiteres Ticket hier am Schalter kaufen mit Kolumbien als Abflugs-Land. Ich gehe zum Schalter und rede erneut viel. Ich kaufe ein teures Ticket, das ich direkt in Bogota stornieren kann. Direkt und zu 100% mit allen Kosten, sagt mir die nette in blau-gekleidete Frau. Ich kaufe es, da keine andere Möglichkeit, gehe in den Flieger und bin nach 11Stunden Flug in Bogota angekommen. Es ist 9.35Uhr. Ich habe mein komplettes Gepäck, habe den Migrationsprozess überstanden (mit einem seltsamen Polizei-Menschen, der mir seine private E-Mail-Adresse gegeben hat. Warum, weiß ich nicht), musste das neu-in Rio-gekaufte-Ticket kein einziges Mal vorzeigen und stehe nun vor dem Schalter um jenes Ticket umzutauschen. Ich werde nicht verstanden. Nach 10minütigem Erklären, bekomme ich folgende Antwort: Ne, geht nicht. Die Leute in Brasilien haben gelogen. So einfach geht das nicht. Sie müssen eine E-Mail schreiben. Es dauert bis zu einen Monat. Na toll, denke ich. Ich rege mich auf, bleibe jedoch ruhig. Es ist 11.15Uhr. Ich bin immer noch hier, ich gebe auf und suche nun den lokalen Bus in Richtung Zentrum (Taxis sind zu teuer). Ich finde ihn recht schnell, steige ein und spreche mit - und werde willkommen geheißen von- Kolumbianern. 30min später steige ich da aus, wo ich es wollte. Ich laufe los in Richtung Hostel und verlaufe mich. Ein netter Mann zeigt mir den Weg zu einem anderen neu-eröffneten Hostel. Ich komme an, es ist super schön, neu, günstig und wird von 3 Franzosen geführt. Ich schmeiße meine Sachen in die Ecke und gehe einkaufen. (Ich bin froh wieder in einem günstigerem Land zu sein). 
Es ist 13.30Uhr. Ich kehre zurück zum Hostel, koche Nudeln, esse mit Messer und Gabel (sehr aldente) und ruhe nun. Es ist 16Uhr. Ich verlasse das Hostel, um mir Bogota anzuschauen. Ich laufe durch die Altstadt und bin von den ganzen alten Gebäuden begeistert. Die Sonne scheint und es nicht kalt. Nur die ganzen Militär-Polizisten verwundern mich. Vielleicht ist das der Preis den ein Land, wie Kolumbien zahlen muss, um die in der Vergangenheit unüberschaubare Anzahl von Guerilla-und Bürgerkriegen in den Griff zu bekommen, denke ich und mache ein Foto. Es ist 17.40Uhr. Ich kehre zurück zum Hostel und treffe zwei Schweizerinnen (nett und lustig, reisen schon seit 6 Monaten) und einen Holländer. Wir sitzen draußen im schönen Innenhof und trinken jeder genau ein Bier. Es ist 22.30Uhr. Ich liege nun im Bett. Kolumbien wird toll. Ich schlafe ein.

Montag, 4. Juni 2012

Christo: Der zweite Versuch.


Lieber Klaus-Peter,

Es ist Montag der 4. Juni. Mein letzter Tag in Rio beginnt um 7.30Uhr. Lucy weckt mich und verabschiedet sich (sie fährt mit einer Freundin für einige Tage in den Süden von Brasilien). Ich schlafe wieder ein. Es ist halb zehn Uhr. Ich stehe auf und dusche. Es ist 11Uhr. Ich verlasse das Haus. Die Sonne scheint, es ist warm und es gibt fast keine Wolken. Ich beschließe, erneut zu versuchen die Christo-Statue anzugucken. Ich laufe los, nehme den Bus und komme am Fuße des Berges an. Es ist 11.45Uhr. Ich laufe zu jener Stelle, die mir ein Führer vorgestern gezeigt hat umd zu verdeutlichen, dass man nichts außer Nebel sieht. Heute sehe ich die Christo-Statue jedoch. Ich freue mich und sage "Jawohl". Ich kaufe ein Ticket. (Man fährt mit einem etwas älteren Zug hinauf und auch wieder hinab) Es ist 12Uhr. Ich warte. Ich sitze im Park Bananen- und Brötchen-essend. Eine halbe Stunde später sitze ich im Zug. Ich erreiche die Spitze gegen zehn vor 13Uhr. Das Wetter ist immer noch gut. Nun stehe ich direkt vor der Statue. Es sieht so aus, als wolle Christo mich umarmen (oder er möchte Rio segnen). Ich bin begeistert. (Die Statue ist detaillierter als ihr Replikat in Bolivien). Ich laufe herum. Man hat von hier oben einen atemberaubenden Blick über ganz Rio. Nur die ganzen Menschen stören mich. Es ist 13.30Uhr. Ich genießen gerade die Aussicht als eine ganze Horde Kinder auf mich zukommt. (Sie haben alle rote T-Shirts an. Es müssen bestimmt 150 sind.) Sie wollen ein Foto mit mir machen. Ich bin einverstanden und die Kinder sind glücklich (Ich trage meine Sonnenbrille). Es ist 13.45Uhr. Ich gehe in Richtung Bahn-Halteselle, beschließe dann doch noch einmal die Aussicht genießen zu wollen. Ich drängele mich durch viele Menschen und habe nun die gleiche Sicht auf Rio, wie Christo sie hat. Ich weile einen Augenblick, mache ein Foto wie die anderen Menschen Fotos machen und gehe zur Bahn. 
Es ist 14.30Uhr. Nachdem ich die Bahnfahrt überlebt habe (Es war sehr warm und ich saße zwischen zwei dicken Brasilianerinnen), bin ich nun wieder im Bus zurück. Ich erreiche die Wohnung, frage Roberto ob er mit zum Strand will und wir gehen gemeinsam los. Es ist 15.30Uhr. Wir erreichen Impanema. Das Wetter ist immer noch gut. Wir legen uns an den schönen Strand und ruhen. Ich gehe schwimmen und genieße es im kühlen Nass zu baden (die Wellen hier töten nicht wie sie es in Copacabana tuen). Das Wasser ist sehr klar. Es ist 16.45Uhr. Wir verlassen den Strand und gehen in ein mexikansiches Restaurant, um einen Riesen-Portion mexikanische Nachos zu essen und mexikanisches Bier (Michelada, sauer) zu trinken. Wir fahren zurück. Nun ist es 20 Uhr. Ich habe meine Sachen schon gepackt. Mein Flieger nach Bogota in Kolumbien geht in einigen Stunden. Ich freue mich und bin dennoch ein wenig traurig.

Sonntag, 3. Juni 2012

Rio von der anderen Seite.


Lieber Klaus-Peter,

mein Wecker geht. Es ist Sonntag morgen 9.15Uhr. Ich stehe auf und gehe duschen (heute will ich mit einer Gruppe die ich über das Internet kennen gelernt habe, einen Sonnenuntergangs-Wandertrip in  Niteroi (eine Stadt die in der Bucht gegenüber von Rio liegt) machen). Ich warte auf Roberto und Lucy. Es ist 10.30Uhr. Die beiden wollen nicht mit. Prima, denke ich und gehe alleine los. Die Sonne scheint und es ist warm. Ich nehme die U-Bahn, fahre einige Stationen, steige aus und laufe nun noch ein Stück Richtung Ableger-Hafen. Die Straßen hier sind leer. Ich erreiche den Treffpunkt 4 min vor der angegebenen Zeit. Ich treffen Thorsten (ein Deutscher, der den Trip organisiert), einen Kanadier und einen aus Singapur. Wir warten ein bisschen, kaufen Fährtickets, um die Bucht zu überqueren, gehen auf die Fähre und sind nun auf dem Wasser. Es ist 12Uhr. In Niteroi steigen wir vom Boot. Wir treffen andere Menschen und warten ein bisschen. Der Kanadier (er wohnt schon ein halbes Jahr hier) zeigt mir ein brasilianisches eis-ähnliches Getränk. (Es heißt „Acai“, besteht aus der Acai-Frucht und anderen. Es ist sehr süß) Wir kehren zur Gruppe zurück. Thorsten sieht unsere Becher und fragt mich, ob ich weiß, dass wir gleich noch Fisch essen gehen. Ich bejahe, obwohl ich mir dessen nicht so  ganz bewusst war. Wir gehen los und erreichen den Fischmarkt ziemlich schnell. Ich mag keinen Fisch. Wir kaufen 2kg Makrelen und 1kg Fisch-Filet ein und lassen es frisch zu bereiten. Es ist 13.30Uhr. Ich mag keinen Makrelen, dennoch werde ich satt. Wir verlassen den Markt, nehmen einen Bus und erreichen den Fuß des Hügels, den wir besteigen wollen, um einen schönen Blick auf Rio zu haben. 
1 Stunde später: Es ist 16.10Uhr. Der Anstieg war nicht steil, aber die Hitze hat mir zu schaffen gemacht. Dafür macht der Blick über Rio alles wieder wett. Wir bleiben hier eine Weile. Ich find es gut, denn satt gesehen habe ich mich noch lange nicht. Ich mache viele Fotos. Es ist 18Uhr. Die Sonne ist untergangen. Wir gehen wieder runter, essen unten angekommen ein leckeres Eis (es wird nach Gewicht bezahlt), warten auf den Bus zur Fähre, nehmen den Bus, steigen auf die Fähre und sind nun wieder in Rio. Es ist 20.20Uhr. Ich bin in der U-Bahn mit Thorsten und dem Singapur-Menschen. Ich bin  müde und erschöpft, verabschiede mich, steige aus und gehe zur Wohnung. Lucy und Roberto sind hier und gammeln. Ich bin froh, dass ich so einen spannenden Tag hatte. Wir schauen noch einen Film (über eine internationale Wohngemeinschaft). Er erinnert mich an die Heimat. Ich schlafe zufrieden ein.

Samstag, 2. Juni 2012

Ohne Christus in Copacabana.


Lieber Klaus-Peter,

ich habe Kopfschmerzen. Es ist Samstag 13Uhr. Ich stehe auf und gehe duschen (kalt; sehr gut). Ich will mir heute die Christus-Statue angucken. Ich rede mit Lucy. Sie will mit. Es ist 14Uhr. Wir verlassen die Wohnung. Die Sonne scheint, es ist warm, aber es gibt Wolken. Hoffentlich können wir die Statue sehen, sage  ich. Wir nehmen ein Bus und sind nach 5min Fahrt am Fuße des Christo-Berges angekommen. Es ist 14.30Uhr.  Hier sind viele Menschen. Ich bin verwirrt und mit der Situation überfordert. Wir kaufen die Tickets, um mit den Zug (Abfahrt 15:20Uhr) hochfahren zu können. (Wir bekommen die Option, das Ticket bis 10min vor Abfahrt zurück geben zu können, weil es heute bewölkt ist) Ich frage einen rumstehenden Führer, wo die Staute ist. Er geht mit mir ein paar Schritte und zeigt auf eine Wolkenwand. Wir können Christo nicht sehen. Der ganze Berg ist von Wolken eingehüllt. Mist sage ich. Wir überlegen und beschließen noch ein wenig zu warten. Es ist 14.45Uhr. Wir gehen etwas essen. Ich esse zwei schlechte Hamburger und kaufe einen Liter Eis-Ma-Tee. (Ich dachte es sei lecker. Leider schmeckt es wie richtiger Mate (Zigarettenstummel-mit-Tee-Geschmack), nur in kalt.) Das Wetter ist immer noch doof. Wir gehen zurück zum Christo-Berg und geben die Karten zurück. Ich bin schlecht gelaunt. Nun will ich aber wenigstens zum Strand, denke ich. Wir nehmen den Bus zurück zur Wohnung. 

Es ist 15.40Uhr. Ich ziehe meine Badehose an, frage Robert wie es zum Copacabana-Strand (4km lang, soll gut sein) geht, packe meine Sachen und nehme Lucy mit. Wir nehmen die Metro. Es ist 16Uhr. Der Strand ist unglaublich. So muss ein Strand aussehen, denke ich. Der Sand ist weiß und das Wasser ist gut. Wir laufen ein wenig und setzen und schließlich in der Nähe von surfenden Menschen hin. Die Wellen sind die wahrscheinlich größten Wellen der Welt. Ich gehe ins Meer, sterbe fast zweimal (aufgrund des Soges) und liege nun auf meinem Handtuch und gucke. Es ist nicht besonderes warm, dennoch fühle ich mich gut. Ich bin müde, will aber nicht schlafen, weil ich dann nicht mehr gucken kann. Lucy schläft. Es ist 17:45Uhr. Wir nehmen die Metro zurück. Nun bin ich wieder in Robertos Wohnung. Ich sitze in der Küche und kann immer noch nicht richtig glauben, dass ich in Rio de Janeiro bin.

Freitag, 1. Juni 2012

Von Tieren auf dem Zuckerhut.


Lieber Klaus-Peter,

es ist Freitag der 1. Juni. Ich werde wach. Es ist 11 Uhr. Ich stehe auf, dusche (kalt) und wecke Lucy auf, damit wir uns den Zuckerhut angucken können. Es ist Mittag. Wir verlassen die Wohnung. Das Wetter ist okay. (Gestern hat es fast den ganzen Tag geregnet). Wir gehen zum nah gelegenen Strand, um zu gucken wie das Wetter beim Zuckerhut ist. Wir beschließen hinaufzugehen. Es ist 12.30Uhr. Wir gehen zurück zur Wohnung, sagen Roberto Bescheid, dass wir gehen, verlassen die Wohnung wieder, essen ein wenig und sind nun auf dem Weg zum Berg. Der Weg dorthin ist interessant. Wir kommen an ungefähr 5 verschiedenen Segelclubs vorbei. (Die berühmtesten brasilianischen Fußballmannschaften sind/waren Segelclubs, hat mir Roberto erzählt). Ich schaue auf meine Uhr. Es ist 14Uhr. Wir stehen direkt am Fuße des Zuckerhutes. Überall sind Hinweis-Schilder Man solle doch bitte keine Tiere füttern. Ich bin verwirrt. Wir gehen hinein, bezahlen viel Eintritt und fahren per Gondel den ersten Berg hinauf. Ich will sofort weiter und auf dem Rückweg hier rum gucken, sage ich Lucy. Sie nuschelt irgendwas. Ich werte es als Einverstanden.  Nun sind wir in der zweiten Gondel, um auf den eigentlich Zuckerhut zu kommen. 
Wir kommen oben an. Hier sind viele Menschen. Die Aussicht ist atemberaubend. Ich sehe die ganze Küstenlandschaft Rio de Janeiros, die Bucht, das Meer, die Brücke (14km) zu Niteroi (es liegt gegenüber von Rio auf der anderen Seite der Bucht) und viele Schiffe. Vereinzelte Nebel-Dinger verleihen der ganzen Aussicht etwas mystisches. Ich bin begeistert. Es ist 15Uhr. Wir setzen uns hin, trinken einen Kaffee, reden viel und genießen. Nun laufen wir weiter. Hier gibt es auch einen Park. Wir gucken ihn uns an. Gerade entdecke ich ein affenähnliches Wesen. Ich mache Fotos. Neben mir steht eine dicke blond gefärbte Frau, die dem Affen Chips hinwirft. Dich könnte man auch in einem Zoo ausstellen, denke ich und schmunzele. Es ist 15.30Uhr. Wir fahren wieder hinunter, machen einen Zwischenstopp beim ersten Berg, gucken herum und fahren gegen 16.30Uhr ganz hinunter. Wir laufen zurück. 
Es ist 17.30Uhr. Wir kaufen ein und sind nun wieder in Robertos Wohnung. Er kocht für uns. Es ist großartig. Wir trinken Bier, hören Musik und schauen Roberto beim Spielen zu (Spielkonsole). Es ist 23Uhr. Ich ziehe mich um. Wir wollen in die Innenstadt Rios (Lapa) gehen. Es ist 0:30Uhr. Nun sind wir auf dem Weg zur Stadt. Wir kommen an: Ich habe eine Reizüberflutung. Überall in den Straßen sind Menschen; alles ist voll mit kleinen Straßenbars, Essenständen; Von überall ertönt Musik. Ach das ist gar nix, sagt Roberto kühl. Es gibt noch fünf weitere Straßen. Wir laufen durch die Mengen. Ich weiß nicht wo ich hingucken soll. Überall sind Menschen, viele tanzen. Ich rieche die ganze Zeit Gras. Es ist 1:30Uhr. Wir machen an einem Stand Pause und trinken billiges Bier und lernen verschiedene Leute kennen. Das machen wir für die nächsten 4 Stunden. Es ist 6Uhr in der Früh. Wir sind wieder zuhause. Ich bin müde. Ich lege mich auf die Couch und schlafe sofort ein. Roberto und Lucy rauchen noch eine Wasserpfeife.