Lieber Klaus-Peter,
es ist Mitterwoch der 4.
Juli kurz nach Mitternacht. Soeben bin ich in San Fransisco (Kalifornien, USA)
gelandet. Ich bin gerade dabei den Migrationsprozess über mich ergehen zu
lassen. Tedd (ein Freund aus dem Internet bei dem ich übernachten kann) will
mich vom Flughafen abholen. Ich hole meinen Rucksack und gehe zum Ausgang. Es
ist 00:30Uhr. Tedd ist nicht hier. Ich laufe ein wenig rum, finde ihn aber
nicht. Dafür finde ich Internet und lese nun eine Nachricht von Tedd: Er hat
sich ausgeperrt und kann nicht zum Flughafen kommen, um mich abzuholen. Ich
rufe ihn an. Ich soll einen Bus nehmen und er holt mich dann in der Innenstadt
San Francisco gegen 2:30Uhr. Naja nicht die Beste Zeit, aber er wird es schon
wissen, denke ich. Ich warte ein bisschen und nehme jenen Bus um gen Zentrum zu
fahren. Es ist 2Uhr. Ich steige aus und warte nun. Ich fühle mich seltsam. In
Südamerika hätte ich nirgendwo auf offener Straße so warten können, denke ich.
Eine halbe Stunde später: Glücklicherweise kommt Tedd und holt mich. Er ist 49
Jahre, humpelt und beherbergt für sein Leben gerne Reisende. Wir nehmen ein
Taxi (Tedd läuft nicht gerne) und fahren zu seiner „Wohnung“. Seine Wohnung ist
mitten in der Innenstadt San Franciscos im Herzen von „Chinatown“. Er öffnet die
Tür. Seine Wohnung ist klein, sehr klein. Vielmehr ist es ein Zimmer und es gibt nur
Platz für ein großes Bett. Hier kannst du schlafen, sagt er und keine Sorge,
ich habe eine Freundin und bin nicht schwul, fährt er fort. Desweiteren erzählt
er mir von fast 100 Gästen, die vor mir hier geschlafen haben. Na gut. Ich bin beruhigt
und schlafe ein. Es ist 9 Uhr. Tedd und ich stehen auf und gehen frühstücken (recht günstig). Tedd redet viel. und mitunter sehr zusammenhangslos. Ich brauche eine Zeit, bis ich seine Art verstehe.
Es ist 11Uhr. Die Sonne
scheint. Nun laufen wir ein bisschen rum. Heute ist Unabhängingkeitstag und die
Straßen sind leer. Ich genieße die Ruhe. Es hängen viele Fahnen rum. San Francisco ist sehr schön, erzähle ich Tedd. Er freut sich.
Wir gehen in das Straßenbahn-Museum (die Straßenbahnen hier sind sehr berühmt).
Tedd ist begeistert. Ich bin es auch ein bisschen. Es ist 14Uhr. Wir essen zu
Mittag und trinken Kaffee. Nun bin ich auf dem Weg, um Günther (ein Freund aus
Deutschland) abzuholen. (Günther kommt mich besuchen und wir wollen zusammen
nach New York fahren). Ich warte lange auf den Bus, fahre noch länger zum
Flughafen und komme mit einer Verspätung von 45min am Flughafen an. Günther
wartet schon. Aber erst 15min, beruhigt er mich. Ich freue mich ihn zu sehen.
Wir nehmen den Direktbus in die Stadt und kommen gegen 18Uhr in Tedds Wohnung
an. Auch er ist erst einmal überrascht von Tedds Zimmer. Du wirst auf einem
Feldbett hier vorne schlafen, erklärt Tedd Günther und zeigt auf einen letzten
kleinen Platz zwischen Bett und Computer.
Es ist 18.40Uhr. Günther und ich
sind auf dem Weg, um Sarah (eine Freundin aus Deutschland, sie studiert in Berkeley, 10km von San Francisco) am Hafen zu treffen.
Günther und ich kommen an. Es sind unzählige Menschen hier. Viele tragen
amerikanische Fahnen (Gegen halb 10 wird es ein Feuerwerk geben) Gegen 19.40Uhr
treffen wir Sarah. Nun laufen wir gemeinsam durch die Gegend und gucken herum.
Es ist 21.20Uhr. Wir finden einen Platz und gucken uns nun das Feuerwerk zum
Unabhängigkeitstag an. Untermalt wird das ganze Spektakel mit US-amerikanischer patriotischer
Musik. Die spinnen die Amis, denke ich. Aber Feuerwerken können sie. Es ist
22.30Uhr. Günther und ich laufen zurück. Ich lege mich ins Bett und Günther baut
sein Bett auf. Er schläft sofort ein. Ich brauche noch ein bisschen, denn die
ganzen neuen Eindrücke halten mich wach.


wie du alles regelst auf deiner Reise, fantastisch, später zuhause wird dir was fehlen.
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