Mittwoch, 4. September 2013

In den Dschungel bis auf's Blut!

Lieber Klaus-Peter,

Es ist Mittwoch, der 4.September. Es ist 8:20Uhr. Ich stehe auf und gehe frühstücken. Ani und Lisi schlafen noch. Für den Trekking-Trip packe ich meine Sachen in den neu-gekauften Rucksack. Es ist 9:40Uhr. Unser Führer, Bud, erklärt uns soeben das Prozedere. Wir werden heute knapp 8km in dem abgelegenen Teil des Regenwaldes laufen (Kemian Trail), dann in einer Höhle nächtigen und morgen nochmal ein wenig „wandern“. Jeder muss ein paar Essenssachen (plus 3l wasser und Schlafsachen) für die Allgemeinheit mitnehmen. Mit uns drei Deutschen kommen noch 2 Franzosen mit (Hier in Taman Negara kommen, gefühlt, alle Touristen entweder aus Deutschland oder Frankreich). Wir laufen los, haben ein Interview mit den „Park-Rangers“ (Anzahl Plastiktüten, Kleidungsstücke etc.) und sind nun in einem Boot in Richtung „Canopy“-Lauf, einer Lauf-Installation ca. 30m über dem Boden. Eine halbe Stunde später: Erneut befinden wir uns im Boot und fahren nun in Richtung eigentlichem Trekking-Startpunkt (Der „Canopy“-Lauf war nicht sehr aufregend). Wir fahren ca. 1h mit dem Boot. Wir essen während der Fahrt. Die Sonne scheint wie blöd und ich merke soeben wie ich einen Sonnenstich bekomme. Ich habe Kopfschmerzen. 

Es ist 13:40Uhr. Heute haben wir eine Luftfeuchtigkeit zwischen 96% und 99% , erklärt uns Bud gerade. Krass, denke ich. Außerdem gibt es hier Blutegel, fährt er fort. Solange ihr sie saugen lasst, bis sie abfallen, blutet es nicht (Blutegel sind eigentlich wunderbare Nutztiere. Normalerweise ernähren sie sich von dem Blut verletzter Tiere und heilen deren Wunde). Wir laufen los. Der Regenwald ist wunderbar (der älteste Malaysias) und ich genieße das anstrengende Wandern. Zwischendurch hält Bud immer wieder an und erklärt uns Phänomene aus dem Dschungel und gibt Antwort auf unsere Fragen (Bud ist ein richtig super Typ). Es ist 15:30Uhr. Wir machen eine kurze Pause. Auf einmal fängt es an wie aus Eimern zu schütten. Deswegen heißt der Regenwald Regenwald, scherzt Bud. Ich bin begeistert, denn ich habe meinen Regen-Poncho (25 Cent) dabei. Ich schaue auf meine Beine. Ein Blutegel hat sich an meiner rechten Wade verfangen. Ich schaue zu wie er zu saugen beginnt. Lisi kommt vorbei und streut Salz auf ihn (Salz mögen die Egel nicht). Er krümmt sich und fällt ab. Es blutet und hört auch so schnell nicht auf. Wir laufen weiter. Ich merke wie sich ein oder zwei weitere Blutegel in meinem rechten Schuh hinein schlängeln. 

Es ist 18:30Uhr. Wir erreichen die Höhle. Sie ist groß. Eine andere (größere, langweiligere) Gruppe ist schon hier. Es ist fast dunkel. Wir waschen uns im Fluss und bereiten unseren Schlafplatz vor. Bud macht ein Lagerfeuer auf dem wir kochen (die anderen beiden Gruppen haben Gas-Kocher). Bud entschuldigt sich dafür, dass er keinen Kocher hat. Quatsch, die anderen sind Spießer, antworte ich. Wir essen Curry mit Reis. Es ist 23Uhr. Nachdem wir noch eine Weile miteinander geredet haben, liege ich jetzt in meinem Bett. Ich spüre den harten Boden in meinem Rücken. Ich habe kein Kopfkissen. Egal, denke ich und schlafe total erschöpft ein.

Dienstag, 3. September 2013

Welcome to the Dschungel (Taman Negara, Malaysia)

Lieber Klaus-Peter,


Es ist der 3.September, 8Uhr. Ich stehe auf, dusche und esse mein bisher schlechtestes Frühstück (Toast mit ekeliger Marmelade). Ich rede mit Ani und Lisi. Sie wollen mit mir nach Jerantut fahren und auch einen Dschungel-Trip machen (Ihre Planung war zu chaotisch und unorganisiert). Ich freue mich auf die Gesellschaft. Außerdem kommt Olli mit (Ein französisch-sprechender Kanadier, der 3 Monaten in Australien gearbeitet hat und einem Tag anstelle nach Sydney zu fliegen, nach Kuala Lumpur gekommen ist, weil er keinen Bock mehr auf Australien hatte; er ist ziemlich verpeilt und hat spontanerweise entschieden uns zu begleiten). Es ist kurz vor 10Uhr. Wir sind in der „Mono-Rail“ Richtung Busterminal. Die Bahn bleibt stehen. Es ist 10 nach 10. Außer Atem, erreiche ich den Bus-Schalter und frage ob der 10Uhr Bus schon weg ist. Ja, antwortet der Mann. So ein Mist, denke ich und schaue auf das Uhrzeit-Warnhinweis-Schild. Ich muss lachen und denke gleichzeitig: Kacke! Ani, Lisi, Olli und ich kaufen uns vier 11Uhr-Tickets. Wir warten. Wir steigen in den Bus und fahren los (Die Fahrt soll 3h dauern). Wir sitzen in der letzten Reihe. Es ist heiß und die Fahrt ist rau. Ich kann nicht schlafen. 

Es ist 14:20Uhr. Wir erreichen Jerantut und werden von einer Horde Reiseorganisatoren begrüßt. Kuala Tahan, Kuala Tahan, rufen einige (Kuala Tahan ist der eigentliche Eingang zum Nationalpark; 1,5h von hier entfernt). Nach etwas längerem Überlegen entscheiden wir uns den lokalen Transport zu nehmen (um 17Uhr) und 2€ zu sparen. Ani, Lisi und ich kaufen Rucksäcke (Wir haben nur unsere großen und wollen diese nicht zum Dschungel-Wandern mitnehmen)  und ein wenig Essen und Trinken ein, da es wahrscheinlich hier günstiger ist. In der Zwischenzeit entscheidet sich Olli wieder zurück nach Kuala Lumpur zu fahren, da er nicht ausreichend Geld hat und nicht an sein Geld auf dem Konto kommt (Wiederholende (regelrechte) Aufforderungen sich von uns Geld zu leihen lassen ihn kalt). Verrückter Typ, denke ich. Es ist kurz vor 17Uhr. Wir steigen in den lokalen Bus. Ich schwitze, wie ich noch nie in meinem Leben zuvor geschwitzt habe. (Es ist ein alter Mini-Van, der in der prallen Sonne steht.) Wir fahren los. Ich schlafe ein und nach ca. 1,4h erreichen wir Kuala Tahan (Die Fahrt war sehr schön, unterbrochen von echten Regenschauern). Es ist schön und idyllisch hier. Wir suchen uns ein Hostel. Wir haben einen wunderbaren Fluss-Blick (Auf der anderen Fluss-Seite beginnt der Nationalpark). Die Umgebung ist unbeschreiblich toll. Ich fühle mich wohl. Soeben haben wir mit einem Führer gesprochen. Morgen früh startet unser 2-Tagestrip durch den Regenwald mit einer Übernachtung in einer Höhle. Ich bin aufgeregt. Es ist 23:14Uhr. Ich sitze alleine auf der Veranda. Im Hintergrund läuft eine „Unplugged-Jam-Session“ mit sowohl Touristen als auch lokalen Menschen. Ich genieße den Moment und lausche der Musik. Ich bin auf morgen gespannt.

Montag, 2. September 2013

Kuala Lumpur!

Lieber Klaus-Peter,


Es ist Montagmorgen 8Uhr.  Mein Wecker klingelt. Ich stehe leise auf, packe meine Sachen und verabschiede mich von Fidel. (Ich möchte heute nach Kuala Lumpur fahren). Ich laufe zum Stadtplatz hier in Melaka und warte auf den Bus. Ich warte. Es ist kurz vor 10Uhr. Ich erreiche das Busterminal. Kuala Lumpur, Kuala Lumpur, schreit ein Mann. Sofortige Abfahrt! Ich möchte noch erst noch frühstücken und buche ein Ticket für 10.30Uhr. An einem „französischen“ Stand kaufe ich brötchenartiges Gebäck. Der Bus ist angenehm. Er ist nicht voll und ich habe ausreichen Platz. Ich schlafe ein. 2,3h später: Ich erreiche Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur. Das Terminal ist hektisch hier. Es gibt Buse und verschiedenste Bahnen. Nach etwas Suchen finde ich die Bahn, die mich in die Innenstadt bringen soll. Eine halbe Stunde später: Ich steige aus, suche das Hostel, laufe dran vorbei, drehe um und gehe hinein. Es ist schön und die Lage ist optimal. 

Ich ruhe. Es ist 15Uhr. Ich verlasse das Hostel und gehe in einem chinesischen Restaurant etwas essen. Ich laufe los und erreiche ein anderes Busterminal um ein Ticket nach Jerantut zu kaufen (Das liegt in der Mitte Malaysias und gilt als Startpunkt für die Regenwald-Erkundung Taman Negara). Man soll auf die Abfahrtszeit achten, sagt ein Schild vor mir. Ich laufe weiter Richtung Innenstadt und kaufen eine Uhr in Chinatown (weil ich morgen in den Dschungel fahren will). Es ist 16Uhr. Bist du Deutscher und heißt Thomas, spricht ein Junge auf der Straße an. Ja, sage ich verwundert. Wir haben über das Internet geschrieben, fährt er fort. Und tatsächlich ist es Jens (ein Iraner der hier in Kuala Lumpur lebt), dem ich vergessen hatte zurück zu schreiben. Was ein Zufall, sage ich laut und muss lachen. Jens zeigt mir ein wenig Kuala Lumpur. Ich bin begeistert. Wir laufen an der National-Moschee vorbei zu den Petronas-Zwillingstürmen (Weltweit Platz 4 bei den höchsten Gebäuden; Wahrzeichen von Kuala Lumpur), deren Aussichtplattform  heute geschlossen hat, da Montag ist. Wir essen. Es ist 20Uhr. Nun stehen wir vorm KL-Turm, von dem eine super Aussicht auf die Stadt haben soll. Jens wartet hier unten, ich gehe hoch und nach 276m gehe ich zuerst einmal auf die Toilette (Das indische Essen macht meinem Magen immernoch zu schaffen). Gut, dass ich nicht auf die Petronas-Türme gegangen bin, denke ich und schieße unzählige Fotos von jenem hell-strahlenden Wahrzeichen. Ich fahre hinunter gehen zurück zum Hostel und duschen. Es ist 21:30Uhr. Wir sind Ani und Lisi, stellen sich mir zwei deutsche Mädchen vor, die bei mir im Zimmer schlafen. Sie sind nett, denke ich. Ich gehe noch mit einigen Menschen von hier aus dem Hostel ein Bier trinken. Es ist 2Uhr in der Früh. Ich liege im Bett und stelle meinen Wecker auf morgen früh 8Uhr, da ich meinen Bus um 10Uhr bekommen muss.

Sonntag, 1. September 2013

Regenreich in Melaka (UNESCO Weltkulturerbe in Malaysia)

Lieber Klaus-Peter, 


Es ist Sonntag, der 1. September 2013 9Uhr morgens (1 Tag nach Malaysias 50. Unabhängigkeitstag). Ich werde wach und schwitze. Mir fällt grade ein, dass ich seit gestern in Melaka (Süden Malysias) bin. (Ich bin gestern aus Singapur hier her gefahren. Es war anstrengend, da ich nicht den organisierten Touristen-Bus sondern den lokalen Transport genommen habe. Dadurch habe ich aber 65% an Geld gespart.) Ich stehe auf und gehen mit zwei Vietnamesinnen (,die ich gestern an der Bushaltestelle getroffen habe) „frühstücken“. Ich esse traditionell frittierten Reis mit Fisch und Schwein. Nach wenig verwirrtes Herumlaufen (die beiden Vietnamesinnen brauchen malaysisches Geld), gehe ich alleine zurück zum Hostel und Ruhe. 

Es ist 13.40Uhr. Die beiden Vietnamesinnen fahren weiter nach Kuala Lumpur (Hauptstadt Malaysias). Ich bleibe noch und laufe los, um mir Melaka genauer anzuschauen, weil ich gehört habe, dass es schön sein soll (UNESCO Weltkulturerbe). Hier fahren überall aufgemotzte Tuk-Tuks herum (mit riesigen Blumen und Bilder verzierht, untermalt mit entweder viel zu lauter traditioneller Musik oder Techno). Ich erreiche die erste Sehenswürdigkeit. Ein altes Fort mit einem Tor von Holländern erbaut, das später durch die Portugiesen und Briten modifiziert wurde (Melaka war ein Topfavorit europäischer Kolonialmächte). Es fängt an zu regnen. Zufällig habe ich einen Regenponcho dabei. Ich ziehe ihn über und genieße die Abkühlung. Ich beschließe entlang des Flusses, der durch Melaka fließt, an die Küste zu gehen. Ich komme an. Es gibt nicht viel zu sehen außer ein paar Booten. Ich laufe meeraufwärts und komme in Melakas Wohngebieten zu recht. Die Wohnungen sehen alles recht gut aus, denke ich. Es ist 17Uhr. Ich erreiche „Chinatown“ und kaufe ein Durian-Gebäck, das man in einen Happen essen muss (Das sagt jedenfalls das Schild vor mir). Was passiert ansonsten, frage ich die Durian-Verkäuferin. Dann spuckst du es wieder aus, antwortet sie. Ich esse es, lasse es im Mund und verdränge den Gestank in der Nase mit Fisch-Bällen von einem Stand weiter. Es ist 18Uhr. Ich kehre zurück zum Hostel, um Fidel (Ein aus Benin-stammender Afrikaner, der bei mir im Zimmer schläft und schon seit längerer Zeit von zu Hause weg ist.) anzuholen damit wir zusammen zu Abend essen. Er kennt ein gutes portugiesisches Restaurant. Ich esse erneut frittierten Reis mit Meerestieren. Das Gespräch mit Fidel ist sehr gut. Ich fühle mich wohl und verstehe mich gut mit ihm. Es ist 21:15Uhr. Wir kehren zurück zum Hostel. Ich bin müde. Morgen geht die Fahrt weiter: Kuala Lumpur heißt das nächste Ziel. 

Samstag, 31. August 2013

Das facettenreiche Singapur.

Lieber Klaus-Peter,

Es ist Samstagmorgen (31.8.2013) 9.30Uhr. Trotz der anderen 25 Menschen hier im Raum, habe ich gut geschlafen. Ich frühstücke Toast mit Erdnussbutter und eine Banane (Es gibt freien Kaffee den ganzen Tag). Ich mache mich frisch und verlasse kurz vor 11Uhr das Hostel. Heute will ich mir eine kleine Insel vor Singapur angucken (Sentosa). Ich steige in die Metro und erreiche relativ schnell Sentosa. Es ist sehr künstlich. Überall sind Attraktionen aufgebaut (u.a. gibt es die „Universal Studios“ hier und die Wahrzeichen-Attrappe von „Merlion“ ist größer als der eigentliche Merlion in der Marina Bucht. Es ist Löwe mit Meerjungfrau-Körper, ein Symbol der Stärke basierend auf einem „Fischerdörfchen“). Ich versuche den Strand zu finden, der mir gestern Abend empfohlen wurde. Nach einigem Herumirren erreiche ich ihn. Zufälligerweise habe ich eine Badehose mit (kein Handtuch). Ich ziehe mich hinter einem Gebäude um und gehe ins Wasser. Es ist warm. Ich entspanne und lasse mich lufttrocknen. 

Es ist 13:30Uhr. Ich habe Hunger und möchte unbedingt eine weitere Empfehlung von einer singapurianischen Freundin (Ich habe Grete im Internet kennengelernt) ausprobieren: Hühnchen Byrani Reis. Ich erreiche das Stadtviertel „Little India“ und weiß sofort warum es so heißt (Hier wohnen viele Inder und die körperlich arbeitendene Bevölkerung Singapurs). Ich laufe durch die Gegend und fühle mich in keinerlei Weise an das gestrige Singapur erinnert. Ich finde das mir empfohlene Restaurant und esse das bisher beste Essen. Ich verlasse „Little India“ und laufe in Richtung eigentlicher Innenstadt „Orchard“ (An dieser Straße soll es unendlich viele Einkaufszentren geben). Ich sehe unendlich viele teure Läden und noch mehr riesige Einkaufszentren. Es ist 18Uhr. Ich kaufe nichts und fahre zurück zum Hostel. Ich ruhe. 

Es ist 19:30Uhr. Ich treffe mich mit Grete, um hier am „Marina Bay“ eine Wassershow anzugucken (Sie findet jeden Abend statt). Erneut verlaufe ich mich und komme ein wenig zu spät. Grete ist nicht sauer. Wir laufen zur Bucht und gucken uns die Show. Sie ist pompös (und wird heute Abend noch weitere zweimal stattfinden). In einem Supermarkt kaufen wir (Dosen)Bier ein und setzen uns an die Bucht (Alkohol in der Öffentlichkeit zu trinken ist erlaubt, Kaugummis im Supermarkt zukaufen hingegen nicht). Ich genieße die unglaubliche Aussicht. Es kommen einige Freunde von Grete und gesellen sich zu uns. Es ist 23.30Uhr. Wir gehen in einen sehr teuren Club hier direkt neben an (Wir sind auf der Gästeliste und müssen daher keine Millionen Euro Eintritt bezahlen). Ich bin froh, dass ich Schuhe und eine lange Hose angezogen habe (Zum ersten Mal hier in Asien, abgesehen von der Jogging-Hose in Ho-Chi-Minh Stadt). Der Club ist nicht so toll. Es ist voll mit dekadenten Menschen, leichten Mädchen und überheblichen Männern. Egal, denke ich und zapple weiter. Es ist 1Uhr in der Früh. Wir verlassen den Club, um Bier im Supermarkt einzukaufen. Wir trinken wieder an der Bucht und betreten erneut den Club. Es wird spät. Grete lädt uns noch zu ihr nach Hause auf die Dachterrasse ein. Ein „Nein“ meinerseits wird nicht akzeptiert. Ich fahre mit. Es ist 5Uhr in der Früh. Ich fahre mit dem Taxi nach Haus. In wenigen Stunden will ich weiter nach Melaka (Eine schöne und vor allem günstige Stadt im Süden Malaysias) fahren. Ich freue mich aufs Bett.

Freitag, 30. August 2013

Hallo du Schweiz Südostasiens, Hallo Singapur!

Lieber Klaus-Peter,


Es ist Donnerstag der 29.8. 5:30 in Bangkok. Mein Wecker klingelt. Ich stehe auf, dusche und packe meine restlichen Sachen. Ich verabschiede mich von Hans. (Wir wollen uns zwischen Malaysia und Thailand wieder treffen.) Ich steige in einen Mini-Van, schlafe ein und erreiche nach 40min den Flughafen. Hier klappt alles reibungslos. Ich stehe in der Reihe und bin müde. Ich gehe in den Flieger. Eine Truppe von alternativ-aussehenden Menschen (Piercings, Tattoos und Wollmützen) sitz in der Nähe von mir. Einen muss ich von meinem Platz verscheuchen. (Ich glaube das ist eine Band, eine Stewardess macht ein Foto.). Ich schlafe ein. 2,7h später. Ich lande in Singapur. Es ist warm. Ich hole mein Gepäck, frage einen der alternativ-aussehenden Menschen, ob sie eine Band sind. Ja, antwortet er, „Anberlin“ aus den USA. Interessant,  antworte ich und gehe. Ich fahre mit der Metro in die Innenstadt. Alles ist neu, modern und kalt hier. Ich steige aus, bekomme erneut einen Hitzeschlag und erreiche total durchgeschwitzt mein Hostel. Ich gehe in die dritte Etage. Du bist ja verrückt, dass du nicht im Vorfeld gebucht hast, erzählt mir Adrian vom Hostel soeben. Für dieses Wochenende ist noch genau ein Bett übrig. Ich freue mich und buche 2 Nächte in einem 26-Mehrbett Zimmer auf gefühlten 18 Quadratmetern (total überteuert, aber dennoch eines der günstigeren Hostels hier.) 

Es ist 13:30Uhr. Ich laufe los, durch die Stadt und komme aus dem Staunen nicht heraus. Ich esse Chinesisch in Chinatown und schaue mir nun „Marina Bay“ an, u.a. steht hier alles voll mit Hochhäusern. Zwischendurch gibt es immer mal wieder Parks und Grünflächen. Ich freue mich. Es ist 17:30Uhr. Nun schaue ich einem Fußballspiel inmitten einer Hochhauslandschaft zu. Direkt nebenan ist ein nobler Cricket-Club. Ich sehe viele teure Autos (Singapur ist ein sehr reicher Staat, wo 17% der Haushalte Millionäre sind (in USD)). Ich kehre zurück zum Hostel und ruhe ein wenig. Es ist 20Uhr. Ich gehe mit einem Italiener schnell was essen, da ich mich in einer halben Stunde mit Heribert, einem singapurianischer Freund von einem Freund,  treffe. Ich verlaufe mich, finde den Treffpunkt nicht, laufe zurück zum Hostel, kommuniziere erneut und komme mit einer 40minütigen Verspätung in der Bar an, die romantisch an einem Fluss liegt. Mit Heribert sind noch weitere zwei SIngapurianer hier. Wenn sie miteinander reden, verstehe ich nichts. Sie sprechen „Singlisch“, eine asiatische Version von Englisch (Es hat nicht viel mit Englisch gemein). Ich bezahle viel für meine zwei Biere (Obwohl wir in der „Happy Hour“ sind) und bekomme viele Informationen über Singapur. Es ist 23Uhr. Ich gehe zurück zum Hostel und lege mich schlafen. Die ersten Eindrücke Singapurs haben mich geschafft.

Mittwoch, 28. August 2013

Von Strafen und Flüßen in Bangkok.

Lieber Klaus-Peter,

Es ist Mittwoch, 11Uhr. Ich werde wach. Wir stehen auf und gehen etwas essen. Ich bekomme frittierte Hähnchenflügel und klebrigen Reis ohne Soße (Mein bisher schlechtestes Essen). Hans ist einen ganzen Fisch (für umgerechnet ca. 3Euro). Wir laufen in Richtung Fluss (Chao Phraya) und suchen eine Fähre, die für wenig Geld immer rauf und runter fahren soll (Das habe ich wenigstens irgendwo gelesen). Wir finden sie, bezahle nichts, genießen die Fahrt und bleiben bis zur Endhaltstelle. Es ist 14Uhr. Wir steigen aus. Mal schauen, was es hier anzuschauen gibt, sage ich. Wir sehen andere Touristen und folgen ihnen. Wir erreichen einen Distrikt, der früher mal ein Handelshafen war und heute mit Restaurants und Klamottenläden übersäht ist, die glücklicherweise noch nicht geöffnet haben. Wir gehen in ein unterkühltes Cafe und trinken einen überteuerten heißen Kaffee. Nach einer halben Stunde gehen wir und laufen in Richtung einer Bahnhaltestelle. Der Weg ist anstrengend. Dann und wann riecht es streng. Der Verkehr stresst mich total. Wir erreichen die Haltestelle und holen uns ein Ticket in Richtung Innenstadt (Die eigentliche Innenstadt liegt vom Partyviertel, wo unser Hotel ist, ein wenig entfernt.) Es fängt an zu regnen, wie blöd. 

Es ist 16Uhr. Wir steigen aus und essen in einem amerikanischen Schnell-Restaurant. Wir gehen die „Einkaufsstraße“ entlang (Eine Art Bürgersteig mit Marktständen zugekleistert, direkt neben einer 8 spurigen Straße). Es ist 17.30Uhr. Wir wollen eine Kreuzung überqueren. Folgt mir, spricht uns ein Polizist an. Ich wundere mich, tue aber wie mir geheißen. Uns folgen zwei weitere Polizisten. Ich bin nervös und bin auf alles gefasst. Wir erreichen einen Tisch, ein weiterer Polizist sitzt da. Setzt euch, sagt er. Müllwegwerfen kostet 50Euro Strafe, fährt er fort und deutet auf eine Broschüre, die vor ihm liegt. Hast du deine Zigarettenstummel auf den Boden geworfen, frage ich Hans. Er bejaht und bezahlt die 50Euro. Wir sind uns beide einig, dass das eine gute Strafe ist. Wir gehen weiter und wollen ein Taxi nehmen. Hans ist genervt. Ich kann ihn verstehen. Nach einiger Suche, finden wir ein Taxi und fahren Richtung unserem Viertel. Wir steigen aus, das Taxi fährt weg. Mist, schreit Hans. Er hat seine Sonnenbrille im Taxi vergessen. Es ist 19Uhr. Wir gehen ins Hotel, ruhen ein wenig und gehen hier nebenan in ein Restaurant. Ich bin müde. Es ist kurz nach Mitternacht. Ich sitze hier oben auf der Dachterrasse und denke über Bangkok nach. Hans ist unten und will Frauen aufreißen. Welch‘ Mega-Stadt, denke ich. Ich gehe ins Bett. Morgen früh muss ich um kurz vor sechs aufstehen, da geht mein Flieger nach Singapur.